"Projekt Zukunft" - Modellphase eines Partizipationsprojektes

Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen ist ein grundlegender Baustein des Gemeinwesens. Die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der jungen Menschen müssen ernstgenommen werden. Kommunale Jugendpolitik als eigenständiges Handlungsfeld hat immer mehr an Bedeutung zugenommen.

Im Rahmen der Gesamtplanungsverantwortung des Landkreises wurden zwei Fachforen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger im Kreis und auf Gemeindeebene, für Vertreterinnen und Vertreter der Schulen und für die Spitzen der Vereine und Verbände im Landkreis durchgeführt. Das Einstiegsforum fand im Herbst 2016 statt. Der fachliche Input erfolgte über Winfried Pletzer, Abteilungsleiter beim Bayerischen Jugendring. Ausgehend von diesem ersten Fachforum wurden in einer zweiten Veranstaltung im Frühjahr 2017 „best Practice“ Beispiele vorgestellt und diskutiert.

Es wurden die eher offenen und projektorientierten Formen der Beteiligung favorisiert und ein konkreter Arbeitsauftrag an die Kommunale Jugendarbeit formuliert: „Erstellung  eines Pilotprojektes „Zukunft“

In diesem Kontext wurde der Punkt 1. „Partizipation leben“  der kinder-jugend-und familienpolitischen Leitlinien der Jugendhilfeplanung des Landkreises Miltenberg ebenfalls als Grundlage herangezogen.

Es wurde ein Modellprojekt entwickelt, das in Klingenberg und Leidersbach im Winter 2017 mit  „Pilotveranstaltungen“ durchgeführt und ausgewertet wird.

Ziel ist die Ausarbeitung eines festen Konzeptes, das auf alle Gemeinden übertragbar ist. Dieses soll im Frühjahr 2018 den Bürgermeistern vorgestellt werden.

Das Projekt ist in vier Teilabschnitte gegliedert:

·         Erstellung/Durchführung eines Onlinefragebogens für Kinder und Jugendliche von 10-18 Jahren mit gemeindespezifischen Fragen

·         Gemeindebegehung für 6-10 jährige unter Berücksichtigung von kinder- und jugendrelevanten Orten und Themen.

·         Durchführung eines WorkshopAbends:

  • Präsentation der Umfrageergebnisse auf Plakaten und Stellwänden
  • Präferierung durch die Kinder und Jugendlichen
  • 4 Arbeitsgruppen (mit den meisten Punkten)  mit einer konkreten Fragestellung „Was soll als Erstes angegangen werden“ Wie können die Ergebnisse ungesetzt werden? Was wird dafür benötigt?
  • Präsentation im Plenum durch die Gruppenleiter
  • Stellungnahme des Bürgermeisters
  • Ergebnissicherung

·         Nachhaltigkeit      

  • Um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse nicht in Vergessenheit geraten, muss ein Sachstandsbericht des Bürgermeisters und der/des Jugendbeauftragten innerhalb eines halben Jahres in jugendgerechter Form erfolgen.
  • Die Begleitung des Projektes erfolgt über die Kommunale Jugendarbeit in Kooperation mit der/dem Jugendbeauftragten der kreisangehörigen Gemeinden

Als Zeitlicher Rahmen sind ca. 3 Monate vorgesehen.