Pilot "Projekt Zukunft" beginnt

18.01.2018
Partizipation von Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt

Projekt Zukunft

Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungs- prozessen ist ein grundlegender Baustein des Gemeinwesens. Die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der jungen Menschen müssen ernstgenommen werden. Kommunale Jugendpolitik als eigenständiges Handlungsfeld hat immer mehr an Bedeutung zugenommen.

Im Rahmen der Gesamtplanungsverantwortung des Landkreises wurden zwei Fachforen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger - im Kreis und auf Gemeindeebene, für Vertreterinnen und Vertreter der Schulen und für die Spitzen der Vereine und Verbände im Landkreis veranstaltet. Beim Einstiegsforum im Herbst 2016 referierte Winfried Pletzer, Abteilungsleiter beim Bayerischen Jugendring. Ausgehend von diesem ersten Forum, wurden in einer zweiten Veranstaltung im Frühjahr 2017 Beispiele aus der Praxis vorgestellt und diskutiert.

Dabei wurden die eher offenen und projektorientierten Formen der Beteiligung favorisiert und ein konkreter Arbeitsauftrag an die Kommunale Jugendarbeit formuliert: Die Erstellung eines Pilotprojektes ("Projekt Zukunft"). In diesem Kontext wurde der erste Punkt der kinder-, jugend- und familienpolitischen Leitlinien der Jugendhilfeplanung des Landkreises Miltenberg, "Partizipation leben", ebenfalls als Grundlage herangezogen. Es wurde ein Modellprojekt entwickelt, das in Klingenberg und Leidersbach im Winter 2017 mit "Pilotveranstaltungen" beginnen und ausgewertet werden wird. Ziel ist die Ausarbeitung eines festen Konzeptes, das auf alle Gemeinden übertragbar ist. Dieses soll im Frühjahr 2018 den Bürgermeistern vorgestellt werden.

Das Projekt ist in vier Teilabschnitte gegliedert:

  • Erstellung eines Onlinefragebogens und Befragung von Kindern und Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren mit gemeindespezifschen Fragen
  • Gemeindebegehung für Sechs- bis Zehnjährige unter Berücksichtigung von kinder- und jugendrelevanten Orten und Themen
  • Veranstaltung eines Workshop-Abends
  • Präsentation der Umfrageergebnisse auf Plakaten und Stellwänden
  • Präferierung durch die Kinder und Jugendlichen
  • Bildung von vier Arbeitsgruppen (mit den meisten Punkten) mit einer konkreten Fragestellung: Was soll als Erstes angegangen werden? Wie können die Ergebnisse ungesetzt werden? Was wird dafür benötigt? 
  • Präsentation im Plenum durch die Gruppenleiter
  • Stellungnahme des Bürgermeisters
  • Ergebnissicherung
  • Nachhaltigkeit
  • Um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse nicht in Vergessenheit geraten, muss ein Sachstandsbericht des Bürgermeisters und der/ des Jugendbeauf tragten innerhalb eines halben Jahres in jugendgerechter Form erfolgen.

Die Kommunale Jugendarbeit begleitet das Projekt in Kooperation mit der/dem Jugendbe- auftragten der kreisangehörigen Gemeinden. Als zeitlicher Rahmen sind rund drei Monate vorgesehen.

Kategorien: Presseartikel, Kommunale Jugendarbeit